Vortrag „Zwischen Hilfe und Handel“

Faire Früchte statt ausbeuterische Arbeitsbedingungen:

Dieses Ziel verfolgte der bundesweite Weltlagentag, der jedes Jahr am 2. Samstag im Mai stattfindet. Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr die Arbeitsbedingungen in den Anbauländern der süßen Südfrüchte, die in den meisten Fällen einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. So gehören Armut und Menschenrechtsverletzungen sowie Kinderarbeit und Ausbeutung in vielen Anbauländern von Südfrüchten noch immer zum Alltag. Außerdem werden die Früchte in Monokulturen angebaut. Deshalb benötigen herkömmliche Fruchtplantagen viele Pestizide und werden mehrmals in der Woche vom Flugzeug aus bespritzt. Zum Teil mit Pestiziden, die in der EU schon gar nicht mehr zugelassen sind. Zum Schaden für Mensch und Umwelt.  

Daß es auch anders geht, beweisen einige engagierte Unternehmen wie zum Beispiel Kipepeo schon seit Jahrzehnten. Sie beliefern Weltläden mit süßen Früchten aus biologischem Anbau und fairem Handel. Der Metzinger Weltladen hat nun im Rahmen der Fairen Wochen den Vertriebsleiter Sven Ziegler von Kipepeo eingeladen, um von seiner Arbeit und seinen Erfahrungen zu berichten. Kipepeo importiert seit 27 Jahren fair gehandelte Bio-Früchte aus kleinbäuerlicher Mischkultur. Sven Ziegler hat zuvor 10 Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet. Im Kulturforum Metzingen zieht er eine persönliche Bilanz, berichtet von den Kleinbauernkooperativen in Uganda und Tansania, welche Chancen und Grenzen Entwicklungshilfe und Fairer Handel haben, was sie verbindet und warum sie unterschiedliche Antworten auf Armut geben.

Der Vortrag „Zwischen Hilfe und Handel“ von Sven Ziegler findet am Donnerstag, 17. September 2026 um 19:30 Uhr im Kulturforum statt.