
Viele Landwirtinnen und Landwirte können von ihrer Arbeit kaum leben – in Deutschland, Europa und weltweit. Gemeinsam mit zahlreichen Organisationen fordert der Weltladen-Dachverband deshalb in einem Appell an die Bundesregierung den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf, sich klar für faire, kostendeckende Preise entlang der gesamten Lieferkette einzusetzen.
Eine wichtige Gelegenheit dafür bietet die geplante Reform der europäischen Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie). Sie muss sicherstellen, dass landwirtschaftliche Produkte nicht unterhalb der Produktionskosten eingekauft werden dürfen. Faire Preise müssen die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken und Landwirtinnen und Landwirten ein existenzsicherndes Einkommen sowie Investitionen in ihre Betriebe ermöglichen. Deshalb muss die Zahlung von Preisen unterhalb der Kostendeckung in der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) ausdrücklich als unfaire Handelspraktik verboten werden.
Der Appell „Landwirtschaft braucht Fairness“ wird von zahlreichen Organisationen getragen, darunter Fairtrade Deutschland, Oxfam, Misereor, INKOTA, der Global Nature Fund und der Weltladen-Dachverband. Gemeinsam sammeln sie noch bis 17. September 2026 Unterschriften. Diese sollen dann im Rahmen der Fairen Woche sollen sie an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer übergeben werden. Wer möchte, kann den Appell „Landwirtschaft braucht Fairness“ online unterzeichnen und unterstützen.
Nähere Informationen unter
https://service.weltladen.de/kampagnen-aktionen/landwirtschaft-braucht-fairness/
